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Gute Vorsätze wahr werden lassen – zum Beispiel mit einer digitalen Entgiftungskur

Es ist manchmal der blanke Wahnsinn: Zwanghaft checkt man alle paar Minuten die E-Mails oder schaut aufs Handy, um sich zu vergewis- sern, dass man bloß keine Nachricht oder keinen Anruf verpasst hat. Manchmal bildet man sich gar ein, dass das Smartphone in der Tasche vibriert, obwohl es dort ganz still und stumm liegt. Das ist schon krass, oder?

 

7 Tipps wie man sich davon lösen kann:

Tipp 1: Erst Pareto, dann E-Mails
Sie wollen produktiv in den Tag starten? Dann ignorieren Sie Ihr E-Mail-Postfach. Wer Ihnen eine E-Mail schreibt, will meist etwas von Ihnen, auf das Sie reagieren müssen. Na und? „Das Wichtigste sind nicht die Anliegen von anderen, sondern Ihre eigenen.“
Am besten startet man in den Tag, indem man ihn nach dem Pareto-Prinzip plant: Legen Sie 20 Prozent der Aufgaben fest, die Ihnen 80 Pro- zent des Arbeitsergebnisses liefern. Also erst Pareto, dann die E-Mails.

Tipp 2: Öffnungszeiten einrichten
E-Mails können Produktivitätskiller sein. Eine Studie des britischen King’s College belegt, dass bekiffte Menschen IQ-Tests besser lösen als Menschen, die durch E-Mails abgelenkt werden. Von der Grundidee her sind E-Mails zwar ein Segen, doch oft genug „fördern sie blinden Ak- tionismus, der sich als Produktivität tarnt“. Um sich nicht ständig von E-Mails ablenken zu lassen, richten Sie sich feste Mail-Öffnungszeiten ein. Z.B. öffnen Sie Ihre E-Mails nur montags bis donnerstags, einmal um 11 und einmal um 16 Uhr. Durch dieses radikale Vorgehen können Sie sich bei Ihren Kunden sogar Respekt und Sympathie verdienen, denn dass man lieber arbeite, als sich ständig ablenken zu lassen, freut auch die Kunden.

Tipp 3: Budgets einrichten
Selbstdisziplin ist der Schlüssel zu Digital Detox. Und wenn es mit der Selbstdisziplin in der Firma nicht klappt, können Regeln helfen. Z.B. darf jeder täglich maximal 20 Mails senden. Wenn jemand mehr braucht, muss er pro Mail einen vorher festgelegten Geldbetrag in eine Kas- se einzahlen, aus der etwa der nächste Betriebsausflug bezahlt wird ☺

Tipp 4: Sperrbildschirm als Tabuzone
Sobald das Handy blinkt, klingelt oder brummt, zieht es unsere Aufmerksamkeit auf sich, reißt uns aus unserer Arbeit und unterbricht Gedankengänge. Darum sollten Sie alles deaktivieren, was Sie ablenkt, zum Beispiel die Push-Funktion, die auf dem Sperrbildschirm an- zeigt, dass Ihnen jemand geschrieben hat.
Noch radikaler, aber vielleicht noch wirkungsvoller: Löschen Sie WhatsApp. Oder wann wurde Ihnen das letzte Mal eine überlebenswich- tige Nachricht per WhatsApp geschickt?

Tipp 5: Smartphone-Sabbat
Das Silicon Valley gilt als die Brutstätte für digitale, innovative Ideen. Ausgerechnet von dort kommt dieser Digital-Detox-Tipp: Der Han- dy-Freitag, also keine Handys am Freitag. Der Smartphone-Sabbat gilt als der Geheimtipp für neue Ideen und Mitarbeitermotivation. Warum?
Weil endlich niemand mehr auf sein Smartphone reagieren muss und in Ruhe Ideen entwickeln oder sich auf seine Arbeit konzentrieren kann.

Tipp 6: Mailbox als Türsteher
Wie oft sind Sie schon ans Handy gegangen, um zu sagen: Ich kann jetzt nicht? Das ist im Grunde höchst lächerlich und auch Zeitver- schwendung. Dieses Verhalten ist einfach nur unserem Drang geschuldet, auf alles, was das Handy tut, reagieren zu müssen.
Als Gegenmittel empfiehlt es sich, die „Mailbox-Ansage zum Türsteher Ihrer Arbeits- und Freizeit zu machen“. Und Türsteher sortieren knallhart aus und reden Klartext. Wenn Sie im Urlaub sind, sollten Sie dies auch auf der Mailbox entsprechend ansagen: „Ich bin im Urlaub und werde in den kommenden zwei Wochen nicht zurückrufen. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an den Kollegen XYZ.“

Tipp 7: Wecker statt Smartphone
Gehören auch Sie zu denen, die morgens als Erstes nach ihrem Handy auf dem Nachtisch greifen, weil Sie sich schon lange nicht mehr von einem Wecker wecken lassen, sondern vom Smartphone? Ein Fehler. Denn wenn das Handy schon früh morgens so griffbereit da- liegt, ist die Verführung groß, Nachrichten zu checken. Also: Handy raus aus dem Schlafzimmer!

Viele Erfolg bei der Umsetzung!