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Führung – eine Frage der Haltung

Der Hirnforscher Gerald Hüter behauptet:

Was wir verändern müssen, ist die innere Einstellung oder auch Haltung - nicht das Verhalten! Aber was ist der Unterschied?

 

Eine Einstellung (das, wovon unser Unbewusstes überzeugt ist) entsteht dadurch, dass man Erfahrungen immer wieder macht (z.B. Pawlowscher Reflex). Daraus lässt sich folgern, dass die eigene innere Einstellung, mit der wir durchs Leben gehen, durch günstige oder eben auch ungünstige Erfahrungen, z.B. in der Kindheit oder auch im bisherigen Berufsleben in der vorlie- genden Form entstanden ist.

Und... jetzt kommt der Knackpunkt, eine Einstellung kann nicht kognitiv, d.h. durch theoretischen Input oder dadurch, dass man es sich vornimmt, verändert werden (Beispiel: Raucher). Um die innere Einstellung zu verändern, muss der emotionale Teil des Gehirns angespro- chen werden. Es muss für den Menschen Sinn machen, man muss es wirklich wollen! Zu einer Veränderung der inneren Einstellung kann man einen Menschen nur einladen, ermutigen, inspirieren und ihn durch Begeisterung und Freude dazu ermutigen sagt z.B. Gerald Hüther.

Aus diesem Grund sind z.B. Seminare in Form von Trainings hilfreich, analog zum Sport arbeitet man hier mit üben, üben, üben! Denn nur wenn man in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit erhält, ein anderes Verhalten auszuprobieren und zwar so oft, bis man sich damit „sicher“ fühlt, kann dieses neu erlernte Verhalten das alte ersetzen und somit auch die innere Einstellung verändern.